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Die normale Hörfähigkeit des Kindes kann sowohl vor der Geburt als auch im Säuglings- oder Kindesalter beeinträchtigt werden. Im Wesentlichen werden zwei Arten von Hörverlust unterschieden: Schallleitungs-
und Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Schallleitungsschwerhörigkeit (medizinisch behandelbare Formen)

Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit funktioniert das Innenohr normal. Die Ursache liegt im Außen- oder Mittelohr und führt dazu, dass die Schallübertragung zum Innenohr behindert wird. Eine Schallleitungsschwerhörigkeit ist in der Regel leichten bis mittleren Grades und heilbar. Sie können eine Schallleitungsschwerhörigkeit simulieren, indem Sie Ihre Ohren mit den Fingern verschließen. Die Geräusche von außen werden dann leiser, während Sie Ihre eigene Stimme lauter als normal hören. Einige der häufigsten Ursachen von Schallleitungsschwerhörigkeit sind:

Ohrenschmalz (Cerumen)
Cerumen, das sich im Gehörgang festsetzt, wirkt wie ein Ohrpfropfen und hindert Schallwellen daran, bis zum Trommelfell vorzudringen. Cerumen-Überschüsse können von einem Arzt mit wachsaufweichenden Tropfen aufgelöst und ausgespült werden. Wattestäbchen sollten niemals benutzt werden, um Cerumen zu entfernen, denn dadurch kann es tiefer in den Gehörgang gelangen oder das Trommelfell kann verletzt werden.

Fremdkörper
Wenn Fremdkörper, wie z.B. Spielzeugkleinteile, in den Gehörgang gelangen, kann die Schallübertragung blockiert oder das Trommelfell beschädigt werden.

Mittelohrentzündung
(Otitis media)
Eine Mittelohrentzündung ist die häufigste Ursache von Schallleitungsschwerhörigkeit bei Kindern und ein allgemeiner Begriff für eine ganze Reihe von Mittelohrerkrankungen. Über 85% aller Menschen haben in ihrer Kindheit mindestens eine Ohrenentzündung. Neben den regelmäßigen Routineuntersuchungen gehören Ohrenentzündungen sogar zu den zweithäufigsten Gründen für eine Untersuchung beim Kinderarzt. Es gibt mehrere Erscheinungsformen und Ursachen der Mittelohrentzündung. Die häufigste Ursache sind entzündete Mandeln, die Bakterien tragen oder die eustachische Röhre verstopfen, welche das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum (Nasopharynx) verbindet. Ohrenentzündungen können z.B. durch Infektionen der Atemwege verursacht werden. Am häufigsten kommen die akute und die sekretbildende Mittelohrentzündung vor.

Akute Mittelohrentzündung
Ohrenschmerzen, Fieber, Ruhelosigkeit und ein leichtgradiger Hörverlust sind die typischen Symptome einer akuten Mittelohrentzündung (eitrige Mittelohrentzündung). Diese Art der Ohrenentzündung kann von alleine abheilen oder mit Antibiotika behandelt werden. In einigen Fällen kann die akute Mittelohrentzündung zu einer Trommelfellperforation (Durchbruch) führen, wodurch Flüssigkeit in den Gehörgang eindringen kann. Wird die Entzündung nicht behandelt, kann es zu schweren Mittel- oder Innenohrkomplikationen kommen.

Sekretbildende Mittelohrentzündung
folgt oft auf eine akute Mittelohrentzündung. Bei einer solchen Entzündung ist Flüssigkeit im Mittelohr verblieben. Dadurch kommt es weder zu einer Vibration des Trommelfells noch zu einer Bewegung des Mittelohrs. Das kann zu einer leicht- bis mittelgradigen Hörminderung führen. Bei Kleinkindern kann eine solche Hörminderung die richtige Sprachentwicklung behindern. Der Verlauf einer sekretbildenden Mittelohrentzündung ist unterschiedlich. Manchmal heilt die Infektion von alleine ab, mithilfe von Antibiotika oder einer Myringotomie, durch welche die angesammelte Flüssigkeit entleert wird. Es kann aber auch sein, dass diese Behandlungen erfolglos bleiben. Wenn die Infektion weiterbesteht und zudem eine Hörminderung auftritt, kann ein belüftendes und druckausgleichendes Paukenröhrchen im Trommelfell eingesetzt werden. Dadurch kann ein weiterer Druckaufbau verhindert werden, der zu zusätzlichen Infektionen in den Ohren führen könnte. Paukenröhrchen können das normale Hörvermögen wiederherstellen, einer weiteren Flüssigkeitsansammlung vorbeugen, die Häufigkeit von Ohrinfektionen reduzieren und andere ernste Ohrkomplikationen verhindern.

Schwimmerohr
Diese schmerzhafte bakterielle Entzündung kann auftreten, wenn der Gehörgang nach dem Baden oder Schwimmen nass bleibt. Sie kann eine Anschwellung des Gehörganges verursachen und zu einer vorübergehenden Hörminderung führen.

Schallempfindungsschwerhörigkeit

Die Schallempfindungsschwerhörigkeit beruht auf einer Funktionsstörung in der Hörschnecke (sensoral) oder in der Höhrbahn zum Gehirn (neural) und besteht oft von Geburt an. Sie kann auch die Folge von Lärmeinflüssen, Alter oder ototoxischer Behandlung sein (Medikamente, die das Gehör schädigen). Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit kann leicht- bis hochgradig sein und alle oder nur einzelne Frequenzbereiche betreffen.
Diese Art der Hörminderung ist dauerhaft und kann nicht mit Medikamenten behandelt werden. Den meisten Kindern kann mit Hörgeräten, in gewissen Fällen mit Implantaten, geholfen werden.

Kombinierter Hörverlust

Manchmal ist eine Kombination mehrerer Faktoren gegeben, die zu einer Beeinträchtigung sowohl des Mittel- als auch des Innenohrs (Cochlea) führen. Das wird als kombinierter Hörverlust bezeichnet.